Wettbewerb: Spuren der beiden Weltkriege

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Kreis Paderborn (krpb). Die Welt, und besonders Europa, gedenkt 2018/2019 dem Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren. Doch während sich alle Augen auf die großen Veranstaltungen in Frankreich oder in Berlin richten, wird meistens übersehen, welche Spuren und Orte der Erinnerung vor der heimischen Haustür an die tödliche Vergangenheit mahnen. Diese gerade für die jüngere Generation wieder sichtbarer zu machen, ist das Ziel des Schüler-Wettbewerbs "Spurensuche Gedenkorte und Denk(!)-mäler im Kreis Paderborn" des Kreisverbandes Paderborn des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Teilnehmen können alle Schulklassen und Jugendgruppen mit Schülern im Alter von 12 bis 19 Jahren aus dem Kreis Paderborn. Wettbewerbsbeiträge können reichen von schriftlichen Dokumentationen, zu Multimediapräsentationen, Filmen, Hörspiele oder Fotodokumentationen.

"Ich wünsche mir, dass viele Jugendliche in ihrer Stadt oder Gemeinde Nachforschungen anstellen und mit neuem, wacherem Blick ihre Heimat wahrnehmen, aber sich auch  bewusster mit der Vergangenheit auseinandersetzen", erklärt Landrat Manfred Müller, der Kreisverbands-Vorsitzender des Volksbundes ist.  Die Teilnehmer zwischen 12 und 19 Jahren können nicht nur Denkmäler, Kriegsgräber oder Erinnerungsorte des Ersten, sondern auch des Zweiten Weltkrieges in den Blickpunkt nehmen. Persönliche Geschichten und Schicksale der gefallenen Soldaten, die in den örtlichen Kriegsgräbern begrabenen liegen, können als Wettbewerbsbeitrag die ferne Vergangenheit wieder lebendig machen. Informationen und Materialien dazu können die Schüler in den Archiven der Gemeinden, des Kreises oder Kirchen recherchieren. "Wahre Erinnerungsschätze finden sich auch Zuhause in alten Briefen und Fotos sowie den Erinnerungen der Eltern und Großeltern", wissen die Koordinatoren des Wettbewerbs Hermann-Josef Bentler und Burghardt Mütherig vom Volksbund. Die Schüler können sich für den Wettbewerb aber auch mit zeitgenössischeren Fragen auseinandersetzen. Haben die Erinnerung an gefallene Soldaten oder die Pflege von Denkmälern noch einen Sinn, knapp 75 Jahre nach dem Zweiten und ein Jahrhundert nach dem Ersten Weltkrieg? Welche Bedeutung hat der Volkstrauertag noch für die Jugend? - sind zwei der Fragen, die der Volksbund an die Teilnehmer stellt.

"Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist eine humanitäre Organisation, die für den Frieden arbeitet und sich sehr in der Jugendarbeit engagiert", lobt Landrat Müller. Dazu gehören Workcamps und Projekttage für Jugendliche unter dem Motto "Arbeit für den Frieden". Die Preisträger des Wettbewerbs erhalten Preisgelder, um mit ihrer Klasse oder Jugendgruppe an diesen Programmen des Volksbundes teilzunehmen. Der erste Sieger erhält 2.000 Euro. "Ich freue mich sehr, dass die Stiftung der Sparkasse Paderborn-Detmold diesen Wettbewerb großzügig unterstützt", bedankt sich Müller herzlich. Ausschlaggebend für die Stiftung  war zum einen der regionale Bezug des Wettbewerbs, zum anderen der soziale Mehrgewinn für die Klassen und Jugendgruppen. "Bei diesem Wettbewerb kommt es auch darauf an, gemeinsam ein Projekt zu erstellen. Diese Teamarbeit ist nicht nur im sportlichen Bereichen, sondern auch im Schul- und Berufsleben wichtig!", betont Hubert Böddeker, Vorstandsvorsitzender der Sparkassenstiftung Paderborn-Detmold für den Kreis Paderborn.

Infos zum Wettbewerb:
Einsendeschluss ist der 31. Mai 2019. Weitere Informationen unter www.volksbund.de/paderborn

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Wettbewerb: auf den Spuren der Weltkriege
Hoffen auf rege Beteiligung beim Wettbewerb - Burghardt Mütherig (Mitglied im Kreisvorstand Volksbund), Hermann-Josef Bentler (Mitglied im Kreisvorstand Volksbund), Hubert Boeddeker (Stiftungsvorsitzender Sparkasse Paderborn-Detmold für den Kreis Paderborn) und Landrat Manfred Müller (Vorsitzender Volksbund-Kreisverband Paderborn)