Medienberater unterstützen Schulen

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Gütersloh (eb). Die Digitalisierung und ihre Auswirkungen beschäftigen derzeit insbesondere die Schulen im Kreis Gütersloh. Dabei ist die technische Entwicklung und Modernisierung der Gebäude zwar wichtig, aber ohne pädagogische Konzepte und Qualifizierung der Lehrkräfte bringt auch das schnellste Internet nichts. Die Medienberater für den Kreis Gütersloh unterstützen alle Schulen im Kreisgebiet bei der Erstellung von pädagogischen Konzepten zur Medienerziehung. Für Schulen ist das kostenfrei.

Kürzlich hat das NRW-Schulministerium einen Medienkompetenzrahmen erarbeitet. "Das kann auf den ersten Blick komplex und unübersichtlich wirken", erklärt Martin Husemann, Medienberater für den Kreis Gütersloh. Um Pädagogen den Übergang so leicht wie möglich zu machen, bieten der abgeordnete Lehrer und seine Kollegen Alexander Eickhoff und Johannes Schirge den Schulen eine intensive Beratung direkt vor Ort an. Damit bilden die Medienberater die Schnittstelle zwischen der Bildungspolitik des Landes und ihrer praktischen Umsetzung im Kreis Gütersloh.

Der Medienkompetenzrahmen des Landes NRW teilt sich in sechs inhaltliche Lernfelder auf. Dazu gehört unter anderem das Bedienen von technischen Geräten wie Tablets und Smartphones, aber auch das Erkennen der Risiken beim Umgang mit Messaging-Diensten wie Whatsapp oder Telegram. In Workshops erarbeiten die Medienberater gemeinsam mit den Lehrkräften die Umsetzung der neuen Anforderungen in den bestehenden Lehrplan. So könnte beispielsweise im Geschichtsunterricht mit intermedialen Lehrbüchern gearbeitet werden, die neben dem regulären Inhalt auch QR-Codes enthalten. Mit Tablets können Schülerinnen und Schüler diese dann auslesen und weiterführende Informationen digital abrufen. Damit sind neben dem eigentlichen Stoff gleichzeitig die Felder 'Bedienen und Anwenden' und 'Informieren und Recherchieren' abgedeckt.

Gleiches gilt für eine Übung zum Thema Datenschutz. Ein Unterrichtsentwurf sieht zum Beispiel vor, dass Kinder Steckbriefe von sich erstellen, so wie das früher in Freundschaftsbüchern üblich war. Doch sind die dort gemachten Angaben auch für die Öffentlichkeit geeignet? Gemeinsam mit der Lehrkraft besprechen die Kinder, in welcher Form sie die Steckbriefe auch im Klassenraum oder im Schulflur aushängen oder sogar im Internet veröffentlichen würden. "So sollen Schülerinnen und Schüler dafür sensibilisiert werden, welche privaten Informationen sie wie, wo und für wen zugänglich machen", erläutert Husemann.

In Zeiten von Digitalisierung, Datenschutz und globaler Vernetzung ist eine gute Medienerziehung für Husemann und seine Kollegen besonders wichtig: "Die Handhabung von digitaler Technik müssen wir Kindern heutzutage meist gar nicht mehr beibringen. Oft können sie sogar besser mit Computern und Tablets umgehen als ihre Lehrerinnen und Lehrer. Der richtige und vor allem sichere Umgang mit digitalen Medien dagegen muss erlernt werden. Da sehen wir die Schulen ganz klar in der Pflicht."

Um dies in der schulischen Praxis zu verwirklichen, ist insbesondere auch für Lehrkräfte der Erwerb von Medienkompetenzen von immenser Bedeutung. Daher herrsche ein großer und stetig wachsender Bedarf an pädagogischer Beratung. "Wir fahren mindestens zwei Mal pro Woche in Schulen, geben dort Workshops für Lehrende und unterstützen die Leitungen bei der Umsetzung des neuen Konzeptes. Zusätzlich haben wir auch jede Menge tolles Material für Lehrkräfte", erklärt Husemann. Weitere Informationen zum Medienkompetenzrahmen gibt es im Internet unter: www.medienkompetenzrahmen.nrw.de oder direkt bei den Medienberatern für den Kreis Gütersloh unter: www.kt.gt.nrw.de

Bericht: Eileen Bins

 

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Das Medienberater-Team für den Kreis Gütersloh: (v.l.) Martin Husemann, Alexander Eickhoff und Johannes Schirge helfen Lehrkräften bei der Erstellung von pädagogischen Konzepten zur Medienerziehung. Foto: Kreis Gütersloh