Nachwuchsfilmer erkunden ihre Heimatorte

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Gütersloh (jf). Extra einen Zwischenstopp im Kreishaus Gütersloh hat Ministerin Ina  Scharrenbach eingelegt, um persönlich einen Förderbescheid zu überreichen. Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen hatte ein Heimatförderprogramm mit einem Volumen von rund 150 Millionen Euro aufgelegt, aus diesem jetzt ein Filmprojekt des Kreismedienzentrums unterstützt wird. Arbeitstitel 'Unser Kreis Gütersloh - Filme von Kindern über ihre Städte und Gemeinden'.

GT-Clips ist in den Schulen im Kreis Gütersloh längst ein Begriff: Junge Nachwuchsfilmer drehen ihre eigenen Streifen und werden dabei unterstützt von Profis. "Ich trug mich schon lange mit dem Gedanken, dieses Format etwas zu erweitern", berichtete Martin Husemann, Leiter des Medienzentrums. "Kinder drehen Filme über ihren Heimatort." Da das Thema komplexer ist als sonst bei GT-Clips brauchte es ein eigenes Format. "Und mir war sofort klar, dass wir dafür finanzielle Unterstützung brauchen", so Husemann. Den positiven Förderbescheid konnte er jetzt persönlich aus den Händen der Ministerin übernehmen. Scharrenbachs Ministerium fördert 50 Prozent der Gesamtkosten. "Heimat aus Kinder- und Jugendaugen sehen und erleben: Auf die Ergebnisse der Nachwuchsfilmer bin ich bereits sehr gespannt", erklärte Scharrenbach.

Projekt und Förderzeitraum erstrecken sich auf zwei Jahre, pro Kommune wird jeweils eine Schulklasse mit jeweils drei Teams zum Zug kommen können. Sechs Filme sollen in diesem Jahr von den Profis begleitet entstehen, sieben im nächsten Jahr. "Bei drei Drehtagen pro Team hätten wir die Drehtage gar nicht in alle in diesem Jahr unterbringen können", erklärt Husemann. Neun Drehtage pro Klasse mal 13 Kommunen macht 117 Drehtage. Zehn Prozent der Gesamtkosten muss das Medienzentrum aus eigenem Budget aufbringen, die restlichen 40 Prozent übernehmen als Sponsoren die Sparkassen im Kreis Gütersloh.

"Inhaltlich wird das eine Gratwanderung", ist sich Husemann sicher. Nicht alle verbänden mit Heimat nur positive Gedanken. Aber auch gerade deswegen reize der Filmwettbewerb. "Was zeichnet meine Kommune im Gegensatz zu anderen aus? Was macht sie besonders? Wieso lebe ich hier gerne?" Nicht zuletzt die moderne Interpretation des Begriffs in den zurückliegenden Jahren trage dazu bei. Heimat sei eben auch lokale Identität, Zusammengehörigkeitsgefühl, sei geprägt durch viele Dinge wie lokale Sportvereine oder auch regionale Küche. Husemann: "Menschen brauchen Orientierung, ein Heimatgefühl kann dazu beitragen." Nun freut sich das Medienzentrum auf Lehrkräfte, die sich für das Projekt begeistern und sich mit ihrer Klasse bis zum 22. März anmelden. Weitere Informationen zu dem Projekt inklusive dem Link zur Anmeldung finden sich unter www.medienzentrum-gt.de.

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Nachwuchsfilmer erkunden ihre Heimatorte
Die Ministerin persönlich übergab den Förderbescheid Für das Filmprojekt "Unser Kreis Gütersloh - Filme von Kindern über ihre Städte und Gemeinden" im Kreishaus Gütersloh (v.l.): Landrat Sven-Georg Adenauer, Ministerin Ina Scharrenbach, Kreisdirektorin Susanne Koch, Martin Husemann, Leiter Kreismedienzentrum, und Gudrun Mackensen, Abteilungsleiterin Bildung Kreis Gütersloh. Foto: Kreis Gütersloh